Margining der gesamte Prozess der Stellung von Cash-Sicherheiten beim Eröffnen einer derivativen Handelsposition.
Optionsgeschäfte (Call, Put) Das Recht, an einem festgelegten zukünftigen Termin, einen Basiswert (Rohstoff) zu einem fixen Strike Price (Ausübungspreis) zu erwerben. Um ein Optionsgeschäft abzuschließen, muss der Käufer eine Optionsprämie bezahlen, die in jedem Fall fällig wird.
Man unterscheidet zwischen Call-Options und Put-Options. Bei einer Call-Option profitiert der Käufer von steigenden Marktpreisen der zugrunde liegenden Rohstoffs. Nachdem sich mit dem Verkäufer der Call-Option auf einen Strike Price geeinigt wurde, wird am Auslaufdatum der Strike Price mit dem Marktpreis verglichen. Falls der Marktpreis höher als der Strike Price notiert, wird der Käufer das Recht ausüben, den Basiswert zum Strike Price zu kaufen, wodurch die Differenz, abzüglich der Optionsprämie, seinen Gewinn darstellen würde. Man spricht davon, dass der Käufer der Option In The Money (ITM) ist. Ist der Marktpreis niedriger als der Strike Price (die Option ist Out of the Money (OTM)) muss er die Option nicht einlösen. Die Optionsprämie ist in jedem Fall bei Abschluss der Option zu bezahlen.
Die Put-Option ist das genaue Gegenteil der Call-Option. Sie erlaubt dem Käufer den Verkauf eines Basiswerts (Rohstoff) zu einem Strike Price. Der Käufer ist dementsprechend ITM, wenn der Strike Price über dem Marktpreis liegt.
OTC ist die englische Abkürzung für „over-the-counter“ und steht für den außerbörslichen Handel direkt zwischen zwei Vertragsparteien. Ein Großteil aller derivativen Rohstoffkontrakte wird außerbörslich gehandelt. Oft beziehen sich allerdings auch OTC-Geschäfte hinsichtlich Formelpreisbildung oder Qualität auf liquide börsengehandelte Futures.
Own Use Exemption die bilanzielle Verpflichtung, derivative Geschäfte mit physischer Lieferung, die zur Nutzung innerhalb des eigenen Unternehmens bestimmt sind, nicht dem IAS 39 mit seinem Marktwert zuzuordnen, sondern grundsätzlich bis zur Erfüllung nicht zu bilanzieren.
Pre-Market Handel zwischen Ringmitgliedern, die telefonisch vor Beginn der offiziellen Ringsitzung abgeschlossen werden (Vorbörse).
Preisgestaltung Benutzen der offiziellen LME-Notierungen oder ihres Durchschnitts für die Bestimmung des Basispreises eines Produktes für eine festgelegte Periode.
Preisrisiko das Risiko, das sich durch schwankende Marktpreise ergibt. Diese können sich auch auf Derivate auswirken, wenn sich der Marktpreis zwischen Vertragsbeginn und Vertragsende stark verändert.
Prompt date der Werktag, an dem ein LME-Kontrakt fällig wird.
Proxy Hedge eine Risikominderungsstrategie, bei der zur Absicherung des Risikos nicht das dem exakten Underlying des Grundgeschäfts entsprechende Sicherungsgeschäft, sondern ein dem Sicherungsgeschäft weitgehend entsprechendes Geschäft gewählt wird, nachgewiesen über einen hohen Korrelationskoeffizienten. Ein Beispiel hierfür ist die Absicherung von Kerosin über Rohöl-Geschäfte. Bei der Abwägung des Proxy Hedge muss neben dem Preisrisiko auch das oftmals nicht unerhebliche Basisrisiko beachtet werden.
REMIT ist die Abkürzung für „Regulation on Wholesale Energy Market Integrity and Transparency“. REMIT wurde genau wie EMIR im Zuge der Weltwirtschaftskrise eingeführt und soll die Transparenz und Stabilität der europäischen Großhandelsmärkte für Rohstoffe erhöhen, vor allem in Bezug auf Energie. REMIT hat das Ziel den „Insider Handel“ und Marktmanipulationen zu unterbinden. Unter REMIT sind zum einen Compliance-Systeme zur Verhinderung von Insiderhandel und Marktmissbrauch aufzusetzen. Zum anderen müssen Marktteilnehmer Verträge über Energiegroßhandelsprodukte an eine zentrale Stelle (ACER) melden.
