VDT Treasury Day 2025 - VDT knackt 2.000er Marke

Mehr Mitglieder, größere Events, neue Qualifizierungen: Der Verband Deutscher Treasurer erreicht 2025 eine neue Dimension und will auch 2026 weiterwachsen.

 

Wie gewohnt hat der VDT Treasury Day inklusive der 28. Mitgliederversammlung in diesem Jahr wieder Anfang November stattgefunden. Am 6. November 2025 richtete der Verband Deutscher Treasurer e.V. (VDT) sein Jahresevent in den Räumen der DZ Bank in Frankfurt am Main aus.

„So wie wir mit Ihrer Teilnahme am VDT Treasury Day 2025 einen neuen Spitzenwert erreicht haben, so sieht es auch in der Mitgliederentwicklung des VDT als Ganzes aus“, begrüßte Tim Staudt, geschäftsführender Vorstand beim VDT, die über 180 anwesenden Teilnehmer. „Mehr als 2.000 Köpfe sind nun bei uns im Verband Mitglied.“  Das sei eine grandiose Bestätigung des Leistungsangebots, das der Verband seinen Mitgliedern biete. „Wir sind also auf dem richtigen Kurs“, sagte Tim Staudt weiter.

So soll es auch 2026 weitergehen: „Um der gestiegenen Mitgliederzahl gerecht zu werden, soll der VDT Treasury Day 2026 noch größer gedacht werden“, kündigt Staudt weiter an. Notieren Sie sich bereits heute den Termin: Am 12. November 2026 wird der nächste VDT Treasury Day inklusive der 29. Mitgliederversammlung stattfinden.

 

Neues Seminarkonzept CET

Aber nicht nur der Verband an sich wird größer, auch sein Angebot. Insbesondere das Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebot möchte der VDT ausbauen. So wird aktuell an einem neuem Seminarkonzept mit dem Titel „Certified Expert Treasurer“, kurz CET genannt, gefeilt. Das erste Seminar aus der Reihe zum Thema „Konzernfinanzierung“ ist bereits buchbar. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie hier.

Für jeden Seminartag erhalten die Kursteilnehmenden dabei einen CET-Punkt. Nach zehn CET-Punkten wird ein Zertifikat erworben. Alle Module sollten dabei innerhalb von drei Jahren abgeschlossen werden. Eine Auffrischung ist alle zwei Jahre erforderlich. Dies kann beispielsweise auch über den Besuch einer VDT-Fachtagung erfolgen. Wenn mindestens 40 Prozent der Seminartage in einem bestimmten Themenbereich absolviert werden, wird dieser als Schwerpunkt im Zertifikat ausgewiesen.

Dieses neue Seminarkonzept hat noch Prof. Dr. Heinrich Degenhart, der auf dem diesjährigen VDT Treasury Day die Ehrenmitgliedschaft des Verbandes erhalten hat, aus der Taufe gehoben. Herr Degenhart hatte sich nach 25 Jahren im Ehrenamt im vergangenen Sommer aus dem VDT zurückgezogen. Zu seiner Nachfolgerin in der Leitung des Ressorts Berufsbild & Qualifizierung wurde Prof. Dr. Franziska Kahla gewählt.

Darüber hinaus erfolgten weitere personelle Veränderungen in den Gremien. Fabio Bär wurde mit Beginn der Mitgliederversammlung durch das Präsidium zum Vorstand bestellt und Regina Deisemann, Leiterin des Ressorts Cash & Liquidity, hat die Sprecherrolle des Präsidiums von Carsten Linker übernommen.

 

Treasury zwischen KI und Wirtschaftspolitik

Neben diesen verbandsspezifischen Themen standen auch künstliche Intelligenz (KI) und die aktuelle Politik auf der Agenda des Tages. Der Vormittag stand ganz im Zeichen von KI. Seitens der DZ Bank begrüßte Peter Philipp, Bereichsleiter Firmenkunden der Bank, die Teilnehmenden, gab einen Einblick in die Relevanz von KI für das Spitzeninstitut der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken und sprach über die Notwendigkeit der digitalen Transformation im Bankensektor.

Im Anschluss fokussierten wir uns auf das Thema „KI-Standort Deutschland: Kapital, Kompetenzen & Regulierung – wie wir das Rennen gewinnen“. Künstliche Intelligenz gilt als Schlüsseltechnologie für die Zukunft. Deutschland steht aktuell aber vor der Herausforderung, im internationalen Wettbewerb mitzuhalten. Während andere Länder, beispielsweise die USA und China Milliarden investieren und Talente anziehen, bremsen wir uns hierzulande mit Bürokratie und zögerlichen Entscheidungen aus. Aber laut Fabian Westerheide, einer der bekanntesten Köpfe und Pioniere der deutschen und europäischen Tech- und KI-Szene, haben wir noch eine Chance, das Rennen um KI zu gewinnen. „Wir sind noch nicht dazu verdammt auf der Zuschauertribüne zu sitzen und zuzuschauen, aber wir müssen jetzt dringend mehr investieren, um nicht von den USA und China abgehängt zu werden“, gab der Zukunftsstratege und Venture Capitalist für KI-Technologien zu Protokoll.

Thomas Böttger, Global Head of Finance and Insurance bei Covestro, sieht das ähnlich: „Deutschland kann das KI-Rennen gewinnen, aber nur, wenn wir jetzt handeln. Weniger Bedenkenträgerei, mehr Experimentierfreude. Weniger Perfektion im Detail, mehr Speed-to-Market. Die Zukunft gehört denen, die heute anfangen – nicht denen, die morgen perfekt sein wollen.“ Dabei muss nicht alles neu gedacht werden. „Die Unternehmen können einige der Lessons learned aus der digitalen Transformation auf die KI-Transformation anwenden“, sagte Marcus Worbs, Partner bei PwC Germany. Insbesondere sei es wichtig, zu beachten, dass Technologie nur ein Teil der Gleichung ist. Der Einsatz von KI sollte immer vom Kunden bzw. Business Impact gedacht werden. Zudem ist es essenziell, die Mitarbeitenden hinsichtlich der Nutzung und der Einsatzmöglichkeiten von KI zu befähigen und aktives Change Management zu betreiben.

Am Nachmittag widmeten wir uns nach der Mitgliederversammlung dem Thema „Auf dem Prüfstand: Wie prägt die aktuelle Politik unsere Wirtschaft?“ Christiane von Berg, Head of Economic Research BeNeLux & DACH bei Coface, Sonja Marten, Leiterin Research Geldpolitik & Währungen bei der DZ BANK AG und Dr. Jürgen Michels, Chefvolkswirt der BayernLB diskutierten in einer lebhaften und kurzweiligen Runde mit Moderator Bastian Frien, geschäftsführender Gesellschafter von FINANCE Thinktank, dazu.