Eurosystem skizziert Zukunftsplan für Zahlungsverkehr in Europa
Mit einer umfassenden Strategie will das Eurosystem den europäischen Zahlungsverkehr für das digitale Zeitalter fit machen – von Großbetrags- bis hin zu grenzüberschreitenden Zahlungen, inklusive neuer Technologien wie Tokenisierung.
Das Eurosystem hat eine breit angelegte Strategie vorgestellt, die erstmals alle Bereiche des Zahlungsverkehrs – von Massenzahlungen über B2B- bis hin zu Großbetrags- und grenzüberschreitenden Zahlungen – integriert. Ziel ist es, den europäischen Zahlungsverkehr angesichts technologischer Entwicklungen zukunftssicher, wettbewerbsfähig und widerstandsfähig zu gestalten. Dabei bleibt Zentralbankgeld ein zentraler Stabilitätsanker, während neue Technologien wie Tokenisierung und Distributed-Ledger-Technologie gezielt gefördert werden sollen.
Vier Kernziele für künftigen Zahlungsverkehr
Vier Kernziele stehen im Fokus: die Sicherung der Rolle von Zentralbankgeld, die Stärkung des europäischen Zahlungsverkehrssystems, die Förderung von Innovation und Wettbewerb im Zahlungsverkehr für Privatpersonen und Unternehmen sowie die internationale Stärkung des Euro.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Nutzung neuer Technologien und der Einbindung privater Lösungen. So sollen tokenisierte Einlagen und Stablecoins unter klarer europäischer Regulierung eine ergänzende Rolle spielen. Im B2B-Bereich werden Standardisierung und Automatisierung vorangetrieben, während im Massenzahlungsverkehr der digitale Euro als Impulsgeber für paneuropäische Lösungen dient. Gleichzeitig bekennt sich das Eurosystem weiterhin klar zum Bargeld. Insgesamt bündelt die Strategie bestehende Initiativen und soll auch künftig flexibel an Markt- und Technologieentwicklungen angepasst werden.

