ESMA veröffentlicht Umfrageergebnisse zum LEI

Der LEI ist für Unternehmen ein bekanntes und geübtes Verfahren, um ihren Melde- und Aufzeichnungspflichten nachzukommen. Nun ist das Ergebnis einer Umfrage der ESMA da. Dabei ging es insbesondere um einen Vergleich der EUID zum LEI.

 

Die ESMA hat nun die Ergebnisse ihrer Umfrage zur Verwendung des ISO 17442 Legal Entity Identifier, kurz LEI, und zu den Auswirkungen der vorgeschlagenen alternativen Kennungen für Melde- oder Aufzeichnungspflichten veröffentlicht. In der Umfrage ging es insbesondere um einen Vergleich der EUID zum LEI. Das Ergebnis ist eindeutig: 86 Prozent der Befragten bevorzugen in der Berichterstattung den LEI als Kennung für juristische Personen.

Als Grund werden zum einen die sehr hohe Kosten im Zusammenhang mit der Anpassung der Meldesysteme von Finanzunternehmen an zusätzliche Kennungen genannt. Die Kosten betragen im Durchschnitt 360.000 Euro pro Unternehmen und im Median 40.000 Euro. Die jährlichen Kosten für die Aufrechterhaltung eines LEI liegen bei 50 Euro. Zum anderen betonen die Befragten, dass die Einführung neuer Kennungen die Komplexität der Abläufe erhöhen würde, was zusätzlichen Aufwand bei der Datenverwaltung, Integration und laufenden Überprüfung der Kennungen erfordern würde.

Verbände aus ganz Europa haben im Rahmen der Umfrage, die die ESMA im Oktober vergangenen Jahres gestartet hat, Empfehlungen zur Verbesserung der Automatisierung und Interoperabilität der EUID mit dem LEI ausgesprochen, um den Aufwand zu verringern und Doppelungen zu vermeiden. Auch der EACT hat sich eingebracht.

Die ESMA will nun einen Folgeworkshop mit den Umfrageteilnehmern und anderen eingeladenen Interessengruppen organisieren, um die Ergebnisse weiter zu verbreiten und mögliche zukünftige Maßnahmen zu erörtern.

Die dazugehörige Pressemitteilung der ESMA finden Sie hier, den vollständigen Report hier.