Deutsche Kreditwirtschaft fordert Reform des Verbriefungsmarktes

Eine Experteninitiative der Finanzindustrie hat konkrete Maßnahmen erarbeitet, um den europäischen Verbriefungsmarkt zu stärken. Ein entsprechender Bericht wurde nun an das Bundesfinanzministerium übergeben.

 

Die deutsche Kreditwirtschaft fordert, den europäischen Verbriefungsmarkt gezielt zu reformieren. Eine Experteninitiative der Finanzindustrie hat hierfür in den vergangenen Monaten konkrete Maßnahmen erarbeitet. Einen entsprechenden Expertenbericht haben der Bankenverband und True Sale International nun an das Bundesfinanzministerium übergeben, wir der Bundesverband deutscher Banken mitteilte.

Als Grund für die erforderliche Reform nannte Manfred Knof, CEO der Commerzbank AG und Vorstandsmitglied des Bankenverbandes, die „dringend erforderliche grüne und digitale Transformation“. Verbriefungen seien „nahezu unverzichtbar, um genügend Kapital für die großen Herausforderungen unserer Zeit zu mobilisieren“.

 

Ziel: Hürden abbauen und Kapitalanforderungen senken

Der Bericht des Bankenverbandes und der True Sale International analysiert aktuelle Hemmnisse für den Verbriefungsmarkt und formuliert Reformvorschläge auf europäischer und nationaler Ebene. „Um den Verbriefungsmarkt nachhaltig zu stärken, benötigen wir eine ganze Reihe von Nachbesserungen an verschiedenen Stellen der Regulierung“, erklärte Knof. Er wies dabei besonders auf die hohe Komplexität der europäischen Verbriefungsverordnung hin, die für hohe Transaktionskosten sorge und viele Investoren in andere Anlageformen treibe.

In dem Bericht wird zudem gefordert, unnötige bürokratische Hürden abzubauen, die Kapitalanforderungen für risikoarme Verbriefungen zu senken und so den Markt für Investoren attraktiver zu machen.

 

Weitere Informationen und den vollständigen Bericht finden Sie hier.