Das Treasury wird diverser

Der Anteil von Frauen im Treasury steigt in Deutschland kontinuierlich an. Aus Sicht des Verbands Deutscher Treasurer (VDT) ist dies eine erfreuliche Entwicklung, da vielfältige Perspektiven den fachlichen Austausch fördern und die Weiterentwicklung der Profession unterstützen.

 

Nach Wahrnehmung des Verbands Deutscher Treasurer e.V. (VDT) nimmt die Präsenz von Frauen im Treasury seit Jahren in Deutschland stetig zu. Diesen Trend untermauern auch Zahlen des Verbands: Von 1.716 Corporate-Mitgliedern sind 531 weiblich, also gut 30 Prozent. Dem stehen mit knapp 70 Prozent 1.185 männliche Mitglieder gegenüber. Noch deutlicher wird das Ungleichgewicht auf der ersten und zweiten Führungsebene: Dort kommen 155 Frauen auf 600 Männer.

Mit dem steigenden Frauenanteil entstehen zudem zunehmend spezielle Netzwerke für Frauen im Treasury. Die Finanzfachpublikation DerTreasurer hat dieses Thema in ihrer aktuellen Printausgabe 2/2026 aufgegriffen und dabei auch den VDT zitiert.

 

CCT: Anteil der Absolventinnen seit Start der Zertifizierung gestiegen

„Diese Entwicklung ist positiv: Der Frauenanteil wächst nach unserer Wahrnehmung kontinuierlich. Auch auf Fachveranstaltungen sieht man einen zunehmenden Frauenanteil. Das ist eine erfreuliche Entwicklung, denn vielfältige Perspektiven bereichern die Diskussionen und stärken die Profession insgesamt“, sagte Regina Deisemann, Sprecherin des VDT-Präsidiums, verantwortlich für das VDT-Ressort Cash & Liquidity und Vice President Group Liquidity Management & Treasury Operations bei der Vorwerk SE & Co. KG.

Diese zunehmende Bedeutung von Frauen im Treasury spiegelt sich ebenfalls im Postgraduierten-Programm „Certified Corporate Treasurer VDT®“ wider. Trotz einzelner Schwankungen ist der Anteil weiblicher Absolventinnen seit Einführung der Zertifizierung im Jahr 2005 langfristig gestiegen. Im Durchschnitt lag er bei rund 30 Prozent, zuletzt sogar bei 35 Prozent.

„Das unterstreicht das wachsende Interesse von Frauen an Treasury-Themen und ist ein positives Signal für die Zukunft unseres Berufsstands“, sagte Prof. Dr. Franziska Kahla, stellvertretende Sprecherin des Präsidiums des VDT, verantwortlich für das VDT-Ressort Berufsbild und Qualifizierung, und Professorin für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre sowie Studiengangsleiterin Internationale Betriebswirtschaft an der BSP Business & Law School Campus Hamburg inne.

Unabhängig davon sieht der Verband den Mehrwert vielfältig zusammengesetzter Netzwerke weiterhin als besonders hoch an. „Ein gemischtes Netzwerk, wie im VDT, bleibt ein wichtiger Erfolgsfaktor für den fachlichen Austausch und die persönliche Weiterentwicklung innerhalb der Treasury-Community“, betont Regina Deisemann weiter.