Bilanzkontrolle 2025: BaFin konzentriert sich auf Werthaltigkeit von Vermögenswerten
Die BaFin wird in den Konzernabschlüssen 2024 schwerpunktmäßig die Werthaltigkeit bilanzierter Vermögenswerte untersuchen.
In den vergangenen Jahren hatte die BaFin bei ihren Bilanzkontrollen immer wieder Fehler aufgrund unterlassener, verspäteter oder unterdotierter Wertminderungen festgestellt. Deshalb wird sich die Finanzaufsicht bei ihren Stichprobenprüfungen der Konzernabschlüsse 2024 schwerpunktmäßig auf die Werthaltigkeit bilanzierter Vermögenswerte im Anwendungsbereich der Rechnungslegungsstandards IAS 36 und IFRS 9 fokussieren. Das teilte die BaFin mit.
Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA legte bereits im Oktober 2024 ihre Prüfungsschwerpunkte fest. Liquiditätsaspekte und Angaben im Anhang zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Ermessensspielräumen und Schätzungsunsicherheiten stehen demnach im Mittelpunkt. Die BaFin werde auch diese Themen bei den Stichprobenprüfungen des Geschäftsjahrs 2024 berücksichtigen, teilte die Finanzaufsicht weiter mit.
Ab dem kommenden Jahr werde sich die Bilanzkontrolle auch mit den neuen Nachhaltigkeitsberichten befassen, die bestimmte Unternehmen erstmals für das Geschäftsjahr 2024 veröffentlichen müssen, sagte zudem Dr. Thorsten Pötzsch, Exekutivdirektor Wertpapieraufsicht/Asset-Management, beim Forum Bilanzkontrolle und Corporate Reporting am 7. November 2024 in Frankfurt. „Ich denke, für uns alle wird die Lernkurve bei diesem Thema steil sein. Das werden wir natürlich auch im Enforcement berücksichtigen.“

