Best-Practice-Hinweis „ALM und Strategische Asset Allocation im Corporate-Kontext“

Die Steuerung von Kapitalanlagen im Unternehmenskontext erfordert eine enge Abstimmung zwischen Vermögenswerten und Verpflichtungen. Insbesondere bei der Finanzierung betrieblicher Pensionsverpflichtungen ist das Asset-Liability-Management (ALM) ein wichtiges Instrument der finanziellen Steuerung. Es unterstützt Unternehmen dabei, ihre strategische Asset Allocation aus den individuellen Zielen, Restriktionen und verfügbaren Risikobudgets abzuleiten.

Dabei steht für Treasurer und CFOs nicht allein die Rendite im Vordergrund. Ebenso relevant sind Liquiditätsanforderungen, Bilanzwirkungen, Finanzierungsspielräume sowie die Widerstandsfähigkeit der Kapitalanlage gegenüber unterschiedlichen Markt- und Stressszenarien. Eine tragfähige Anlagestrategie muss daher sowohl die Fristigkeit der verfügbaren Mittel als auch die Struktur der zugrunde liegenden Verpflichtungen berücksichtigen.

Das neue Paper ordnet die Kapitalanlage zunächst nach kurz-, mittel- und langfristigen Anlagehorizonten ein und zeigt, wie sich daraus ein unternehmensindividuelles Zielsystem entwickeln lässt. Darauf aufbauend werden die drei Kernfunktionen Pay, Hedge und Grow erläutert. Sie dienen dazu, die Kapitalanlage funktional nach der Sicherstellung künftiger Zahlungen, der Absicherung wesentlicher Risiken und der Erzielung langfristiger Wertzuwächse zu strukturieren.

Im Mittelpunkt der Publikation steht die Herleitung einer strategischen Asset Allocation mithilfe von ALM-Studien. Behandelt werden unter anderem die Unterschiede zwischen Asset-Only- und Asset-Liability-Ansätzen sowie die unterschiedlichen Anforderungen von Defined-Benefit- und Defined-Contribution-Strukturen. Darüber hinaus geht das Paper auf die Rolle illiquider Anlageklassen, die Bedeutung der Diversifikation und die praktische Umsetzung und Überwachung einer strategischen Asset Allocation ein.

Eine ausführliche Fallstudie veranschaulicht, wie die Kapitalanlage eines betrieblichen Pensionsfonds im Zeitablauf an veränderte Bilanzierungsanforderungen, Marktbedingungen und strategische Zielsetzungen angepasst werden kann. Sie zeigt zugleich, dass ALM und strategische Asset Allocation keine statischen Konzepte sind, sondern regelmäßig überprüft und weiterentwickelt werden müssen.

Das Paper richtet sich an Corporate Treasurer, CFOs und weitere Finanzverantwortliche, die sich einen fundierten Überblick über die Zusammenhänge zwischen Kapitalanlage, Pensionsverpflichtungen und strategischer Asset Allocation verschaffen oder bestehende ALM-Prozesse weiterentwickeln möchten.

Die Publikation wurde von einem Autorenteam aus dem Ressort Asset Management erarbeitet.